Harry Hope's Saloon

This blog takes it's name from the setting for O'Neill's The Iceman Cometh -- a lousy gin-mill; a smoked-out, greasy dive where the habitues have all landed, it seems, permanently. Their lives, in each case, are paralyzed by fear and laziness. Like my own.

Tuesday, May 10, 2005

Gibt es irgendwo eine lebendige Blume?

Thought this might be germane. It's certainly German:

...Und zwar ist die Religion das Selbstbewußtsein und das Selbstgefühl des Menschen, der sich selbst entweder noch nicht erworben oder schon wieder verloren hat. Aber der Mensch, das ist kein abstraktes, außer der Welt hockendes Wesen. Der Mensch, das ist die Welt des Menschen, Staat, Sozietät. Dieser Staat, diese Sozietät produzieren die Religion, ein verkehrtes Weltbewußtsein, weil sie eine verkehrte Welt sind. Die Religion ist die allgemeine Theorie dieser Welt, ihr enzyklopädisches Kompendium, ihre Logik in populärer Form, ihr spiritualistischer Point-d'honneur, ihr Enthusiasmus, ihre moralische Sanktion, ihre feierliche Ergänzung, ihr allgemeiner Trost- und Rechtfertigungsgrund. Sie ist die phantastische Verwirklichung des menschlichen Wesens, weil das menschliche Wesen keine wahre Wirklichkeit besitzt. Der Kampf gegen die Religion ist also mittelbar der Kampf gegen jene Welt, deren geistiges Aroma die Religion ist.

Das religiöse Elend ist in einem der Ausdruck des wirklichen Elendes und in einem die Protestation gegen das wirkliche Elend. Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüt einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volkes.

Die Aufhebung der Religion als des illusorischen Glücks des Volkes ist die Forderung seines wirklichen Glücks. Die Forderung, die Illusionen über einen Zustand aufzugeben, ist die Forderung, einen Zustand aufzugeben, der der Illusionen bedarf. Die Kritik der Religion ist also im Keim die Kritik des Jammertales, dessen Heiligenschein die Religion ist.

Die Kritik hat die imaginären Blumen an der Kette zerpflückt, nicht damit der Mensch die phantasielose, trostlose Kette trage, sondern damit er die Kette abwerfe und die lebendige Blume breche.


-- Marx, Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie

Ay, there's the rub. Sane writers from Epicurus through Nietsche to d'Unamuno and Camus, when distilled, have been telling us precisely that there is no such flower. Where Dawkins' science forces us to go, we can see no artificial social repression to be removed, which we might have hoped to yield a true image for which religion is the negative. Instead, we see social and personal fault woven into the very fabric of our selves and our societies. With this science, this wisdom in place, it no longer appears merely practical impossibility, but a conceptual impossibility, for "us" to separate ourselves from what we despise.

(I really need to get ahold of a hard copy of that book, BTW.)

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